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Andares@USA: Abenteuer abroad | Teil 2

Bianca am in

Lesedauer ca. 9 Minuten

Going (back) West: Storys aus der Andares-Zweigstelle in South Carolina, USA, von unserer Grafikerin Bianca.

„Enjoy your meal!“

Teil 2 | Mai 2022

 

Mahlzeit! Bei den Kolleg*innen im Granitlab ist Bianca fĂŒr ihren gesunden Essensstil bekannt und hat auch beim gemeinsamen Essen in Lokalen so manche ungesund Essenden durch ihre Vorbildlichkeit in Verlegenheit gebracht. In den USA hat sie ganz neue Eigenheiten des auswĂ€rts Essens kennengelernt …

RitaE auf Pixabay

Wirtshaus wia z’haus?

Es ist interessant, wie viele Unterschiede es allein schon beim Essen in Lokalen gibt. Hierzulande geht man rein und sucht sich einen Platz – in Amerika steht im Eingangsbereich oft das Schild „Wait to be seated“. Da wartet man, bis ein*e Kellner*in kommt und fragt, fĂŒr wie viele Personen, und wird dann an einen passenden Tisch gefĂŒhrt. Zu bestimmten Zeiten kann man in vielen Lokalen wĂ€hrend der „Happy Hour“ auch vergĂŒnstigt essen gehen.

Cheers

Fast ĂŒberall hĂ€ngen Flachbildfernseher, die SportĂŒbertragungen zeigen. Alkohol gibt es bei den Fast-Food-Ketten gar nicht, in normalen Restaurants schon. Dann stehen bei den Restaurant-AusgĂ€ngen aber Schilder mit „No alcohol beyond this point“, da man hier in der Umgebung in der Öffentlichkeit keinen Alkohol konsumieren darf. Also mit einem Bier am Strand oder in einem Park sitzen, geht hier nicht.

Soft-Drinks werden in einigen Lokalen gratis nachgeschenkt oder können selbst nachgeholt werden. Das sollte es bei uns auch geben! Und auch die Kalorien-Angabe bei den Gerichten in der Speisekarte. NĂŒtzlich fĂŒr alle, die es interessiert, und alle anderen schauen sowieso nicht darauf. 😉

Zahlen, bitte!

Wenn man mit Karte zahlt, ist das ganz witzig: Man bekommt die Rechnung, legt die Kreditkarte dazu, diese wird von dem oder der Kellner*in mitgenommen und wieder gebracht. Dann schreibt man auf dem Beleg den Trinkgeld-Betrag dazu und die komplette Rechnungssumme, und kann einfach ohne weiteren Aufwand gehen.

In Bars ist der Zahlungsvorgang auch ungewohnt, da eröffnet man quasi die Rechnung. Das Schankpersonal behĂ€lt deine Kreditkarte und fragt, „Do you wana open the tab?“ Man bezahlt also nicht jedes GetrĂ€nk einzeln, sondern erst am Ende, wenn man die „Tab“ schließt.

Sperrstund‘ is 


Weil wir gerade bei Bars sind: Um zwei Uhr in der FrĂŒh ist in den meisten Gegenden zusammengerĂ€umt. Zeit fĂŒrs Bett. In grĂ¶ĂŸeren Metropolen der Umgebung, wie z.B. Nashville (Tennessee) geht’s teilweise auch bis drei Uhr FrĂŒh.

Ein Tipp zu den tips?

Tips – also Trinkgeld – haben in Amerika einen ganz anderen Stellenwert als bei uns. Hier ist das Stundengehalt fĂŒr Kellner*innen so niedrig, dass diese maßgeblich von Trinkgeldern leben und davon abhĂ€ngig sind (teilweise 3 Dollar pro Stunde). Deswegen ist man von dem erwarteten Trinkgeld zwischen 15 und 20 Prozent im ersten Moment ĂŒberrascht, wenn man die HintergrĂŒnde nicht kennt. Auf den meisten Rechnungen wird das Trinkgeld auch gleich vorberechnet angefĂŒhrt.

Wie alles begann

Teil 1 | MĂ€rz 2022

 

Seit wann bist du in den USA?

Wir sind Ende JĂ€nner 2022 hierher ĂŒbersiedelt. Diese Gelegenheit hat sich dadurch ergeben, dass mein Freund Peter beruflich fĂŒr seinen Arbeitgeber viscotec Kunden auf der ganzen Welt betreut und jetzt fĂŒr geraume Zeit sein TĂ€tigkeitsfeld auf die USA konzentrieren kann.

Ist das dein erster Trip in die Staaten?

Eigentlich ja. Im Zuge unserer anstehenden Übersiedelung war ich schon im November 2021 fĂŒr eine Woche hier, davor aber noch nicht. Ich bin generell ein Mensch, der die Welt sehen und erkunden möchte. Diese Art von Reise/Leben/sich ein Land ansehen werden wir vermutlich kein zweites Mal mehr bekommen. FĂŒr diese Möglichkeit bin ich sehr dankbar!

Was macht die Region, in der du jetzt lebst, aus?

Das Zentrum der Stadt Greenville in South Carolina hat ein bisschen weniger als 68.000 Einwohner. Die Straßen wirken typisch amerikanisch, mit HĂ€usern links und rechts der Straße im Spalier, mit Vorgarten und Veranda, klein, aber fein. Was die Stadt ausmacht ist der große Fluss/Bach mitten im Zentrum. Schön angelegt, mit viel GrĂŒnflĂ€chen, einem Wasserfall, eher wie ein Park. Es gibt hier nicht viele HochhĂ€user, geschweige denn Wolkenkratzer; alles ist eher bodenstĂ€ndig. Die Region ist sehr grĂŒn mit viel WĂ€ldern und großen, verzweigten Seen.

Wie lĂ€uft die Zusammenarbeit mit Andares und den Kunden ĂŒber die Distanz?

Sehr gut, wĂŒrde ich sagen. Einer der positiven Aspekte von Corona: Wir sind alle sehr gut vernetzt per Mail und Teams und erfahren im Distance Working. Durch die Zeitumstellung bin ich eher nachmittags erreichbar, aber ansonsten Ă€ndert sich fĂŒr die Kunden nichts.

Was hat dich an den USA ĂŒberrascht?

Aus Fernsehen und Filmen assoziiert man mit Amerika Schießereien und gefĂ€hrlichen Situationen. Bis jetzt habe ich aber alle Leute nur als nett und offen kennengelernt. Was fĂŒr mich ungewohnt war: Die Bauart der WohnhĂ€user, dass es quasi nur Automatik-Autos gibt, die PopularitĂ€t von Teppichböden, und dass man beim Betreten einer Wohnung die Schuhe anlĂ€sst.

Hintergrund

Bianca Magauer ist seit Anfang 2020 als kreative On- und Offline-Grafikerin aus dem Andares-Team nicht mehr wegzudenken. Als ihr LebensgefĂ€hrte Peter, tĂ€tig fĂŒr das MĂŒhlviertler Unternehmen viscotec Starlinger & Co. Gesellschaft m.b.H., beruflich auf begrenzte Zeit in die Vereinigten Staaten von Amerika entsandt wurde, ergriff sie – mit RĂŒckendeckung von Andares – die außergewöhnliche Chance, gemeinsam neue Abenteuer einzugehen und Neues zu entdecken. Seit JĂ€nner 2022 wohnt und arbeitet Bianca in den USA, genauer gesagt in Greenville im Bundesstaat South Carolina, und setzt von dort Projekte fĂŒr Kund*innen und Partner von Andares um. Wie das Leben jenseits des großen Teichs so ist, erzĂ€hlt schildert sie uns laufend an dieser Stelle.

 

Wie geht’s weiter?

Die Fortsetzung von Biancas „Andares@USA“-Story lesen Sie schon bald hier. In unserem Newsletter informieren wir Sie ĂŒber die Updates.